Rezension – Lauren Wolk: Eine Insel zwischen Himmel und Meer

Lauren Wolk: Eine Insel zwischen Himmel und Meer

Aus dem Englischen von Birgitt Kollmann. Dtv, 14,95€, 978-3-423-64035-0

 

In dem Buch geht es um ein Mädchen, das seine Familie finden will. Crow ist die Hauptperson der Geschichte, die als Baby in einem lecken Boot an den Strand der kleinen Insel Cuttyhunk gespült und von Osh gefunden wurde. Er ist wie ein Vater für sie und zieht sie auf. Dabei wird er von Miss Maggie unterstützt – einer mutigen und klugen Frau, die sich oft um Crow kümmert.

Während der erste Teil der Geschichte im Rückblick erzählt wird, springt sie dann in die Gegenwart und man begleitet Crow auf der Suche nach ihren Eltern. Im Laufe der Suche findet Crow sogar heraus, dass sie einen Bruder hat, den sie ebenfalls finden möchte.

Insgesamt finde ich die Handlung glaubwürdig geschildert, da es der Autorin gelingt, die Charaktere und ihr Verhalten lebendig und nachvollziehbar zu schildern. Man fiebert förmlich mit Crow mit. Besonders gut hat mir das offene Ende gefallen.

Empfehlen würde ich das Buch Kindern ab 11 Jahren empfehlen.

Anna Golon, 14 Jahre, Praktikantin

 

 

Rezension: Ann Kidd Taylor, Shark Club

 

In dem Roman „Shark Club“ von Ann Kidd Taylor, der am 10. April 2018 im Penguin Verlag erscheint, geht es um Maeve Donnelly, die mit 12 Jahren von einem Hai gebissen wurde. Seitdem ist sie fasziniert von Haien, was zu ihrer Karriere als Meeresbiologin führte. Die geplante Hochzeit mit Daniel platzt, als er ihr gesteht, dass eine andere Frau ein Kind von ihm erwartet. In wenigen Kapiteln werden die nächsten 12 Jahre geschildert, nach denen Daniel als Koch in dem Hotel von Maeves Großmutter anfängt. Seine Tochter Hazel, die sich ebenfalls für Haie interessiert, freundet sich mit Maeve an, ohne dass diese ahnt, das sie Daniels Tochter ist.

Der zentrale Konflikt innerhalb der Geschichte ist Maeves Verlangen Daniel zu vergeben und wieder mit ihm zusammenzukommen, obwohl er sie betrogen hat. Zudem hat sie sich während ihrer Arbeit in ihren Kollegen Nicholas verliebt und muss nun eine Entscheidung treffen. Zum Wunsch sich mit Daniel zu versöhnen trägt auch Daniels Tochter bei. Maeve fängt an sie zu lieben und möchte sich um sie kümmern, da Hazels Mutter tot ist.

 

Insgesamt ist die Handlung glaubwürdig geschildert, da die Autorin Maeves innerlichen Aufruhr emotional dargestellt und dabei geschickt mit dem Kampf um die Rettung von Haien verwebt. Gerade das Thema der bedrohten Haie ist aktuell und wird beim Lesen so gut vermittelt, dass man anfängt sich für die Problematik zu interessieren, ohne dabei die Haupthandlung zu vergessen.

Dabei ist es zu verzeihen, das nicht alle Handlungsstränge schlüssig enden. Die einzelnen  Charaktere sind so realistisch dargestellt, dass die Handlung insgesamt rund und lebendig ist.

Der gesamte Roman ist aus Meaves Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben, was der Handlung eine zusätzliche Tiefe verleiht.  Man kann Maeves Gedanken und Entscheidungen so gut verfolgen.                                                                                                                                                                                   

Die wichtigsten Punkte der Handlung sind der Beziehungkonflikt zwischen Maeve und Daniel, sowie die Rettung der Haie.

Die Charaktere  machen das Lesen durch ihre Vielschichtigkeit interessant. Der Leser verspürt das Verlangen auch etwas für die bedrohten Tiere zu unternehmen. Zwar unterstützt man einige der Entscheidungen der Protagonisten nicht, doch beeinträchtigt dies nicht das Lesevergnügen. Im Gegenteil, es führt zu einem größeren Interesse gegenüber Maeves Charakter.

Insgesamt ist dieser Roman eine leichte Lektüre, die man genißen kann.

 

„Shark Club“; Ann Kidd Taylor, Penguin-Verlag, ET:10.04.2018, S.416,                          ISBN:978-3-328-10237-3, 13,00€                                                       Femke Tombarge (Praktikantin)

 

 

 

Rezension: Karen McManus, One Of Us Is Lying

cbj Verlag 2018, 18 €

 

In „One Of Us Is Lying“ geht es um fünf Schüler: Bronwyn, das Superhirn, Addy, die Homecoming-Queen, Cooper, den Baseball-Star, Nate, den Drogendealer und Simon, der mit seiner Gossip-App einige Geheimnisse gelüftet hat. Bei ihnen allen wurden Handys gefunden, welche ihnen nicht gehörten. Zur Strafe müssen sie nachsitzen.

 

Durch einen Autounfall auf dem Schulgelände sind die fünf Schüler abgelenkt und der Lehrer verlässt den Raum um zu überprüfen, was vorgefallen ist. Derweil trinkt Simon etwas, woraufhin er zusammenbricht und später im Krankenhaus stirbt. Die restlichen Schüler werden daraufhin verdächtigt, ihn vergiftet zu haben, da sie die einzigen im Raum waren und Simon in einem unveröffentlichtem Post vorhatte alle ihre dunkelsten Geheimnisse zu lüften.

 

Das Buch ist aus der Sicht der vier Hauptcharaktere geschrieben, woran man sich am Anfang gewöhnen muss. Jedoch ist es eine effektive Methode um jede der einzelnen Personen besser kennenzulernen und ihre Handlung im weiteren Verlauf besser verstehen zu können. Jede der einzelnen Personen hat eine eigene Geschichte zu erzählen und zeigt Gründe auf, warum alle ein Motiv hatten, Simon töten zu wollen.

 

Die Geschichte hat Ähnlichkeiten mit “The Breakfast Club“ und ‚Pretty Little Liars“: Auch hier treffen die Hauptfiguren auf einander und werden in dieser Geschichte verdächtigt, einen Mord begangen zu haben. Die Geschichte wird realistisch dargestellt, wobei es an manchen Stellen ein bisschen zu dramatisch rüberkommt. Während die Protagonisten anfangs etwas stereotyp wirken, fällen sie im Laufe der Geschichte bestimmte Entscheidungen, die ihr Profil schärfen.  Simons Tod wird schließlich kaum vorhersehbar und überraschend aufgelöst.

 

Meiner Meinung nach hat die Autorin gute Arbeit geleistet. Die Geschichte war vom Anfang bis zum Ende spannend und auch die Charaktere waren sympathisch. Ich würde das Buch ab 14 Jahren empfehlen.

 

Vanessa, 15, Praktikantin