Rezension: Ann Kidd Taylor, Shark Club

 

In dem Roman „Shark Club“ von Ann Kidd Taylor, der am 10. April 2018 im Penguin Verlag erscheint, geht es um Maeve Donnelly, die mit 12 Jahren von einem Hai gebissen wurde. Seitdem ist sie fasziniert von Haien, was zu ihrer Karriere als Meeresbiologin führte. Die geplante Hochzeit mit Daniel platzt, als er ihr gesteht, dass eine andere Frau ein Kind von ihm erwartet. In wenigen Kapiteln werden die nächsten 12 Jahre geschildert, nach denen Daniel als Koch in dem Hotel von Maeves Großmutter anfängt. Seine Tochter Hazel, die sich ebenfalls für Haie interessiert, freundet sich mit Maeve an, ohne dass diese ahnt, das sie Daniels Tochter ist.

Der zentrale Konflikt innerhalb der Geschichte ist Maeves Verlangen Daniel zu vergeben und wieder mit ihm zusammenzukommen, obwohl er sie betrogen hat. Zudem hat sie sich während ihrer Arbeit in ihren Kollegen Nicholas verliebt und muss nun eine Entscheidung treffen. Zum Wunsch sich mit Daniel zu versöhnen trägt auch Daniels Tochter bei. Maeve fängt an sie zu lieben und möchte sich um sie kümmern, da Hazels Mutter tot ist.

 

Insgesamt ist die Handlung glaubwürdig geschildert, da die Autorin Maeves innerlichen Aufruhr emotional dargestellt und dabei geschickt mit dem Kampf um die Rettung von Haien verwebt. Gerade das Thema der bedrohten Haie ist aktuell und wird beim Lesen so gut vermittelt, dass man anfängt sich für die Problematik zu interessieren, ohne dabei die Haupthandlung zu vergessen.

Dabei ist es zu verzeihen, das nicht alle Handlungsstränge schlüssig enden. Die einzelnen  Charaktere sind so realistisch dargestellt, dass die Handlung insgesamt rund und lebendig ist.

Der gesamte Roman ist aus Meaves Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben, was der Handlung eine zusätzliche Tiefe verleiht.  Man kann Maeves Gedanken und Entscheidungen so gut verfolgen.                                                                                                                                                                                   

Die wichtigsten Punkte der Handlung sind der Beziehungkonflikt zwischen Maeve und Daniel, sowie die Rettung der Haie.

Die Charaktere  machen das Lesen durch ihre Vielschichtigkeit interessant. Der Leser verspürt das Verlangen auch etwas für die bedrohten Tiere zu unternehmen. Zwar unterstützt man einige der Entscheidungen der Protagonisten nicht, doch beeinträchtigt dies nicht das Lesevergnügen. Im Gegenteil, es führt zu einem größeren Interesse gegenüber Maeves Charakter.

Insgesamt ist dieser Roman eine leichte Lektüre, die man genißen kann.

 

„Shark Club“; Ann Kidd Taylor, Penguin-Verlag, ET:10.04.2018, S.416,                          ISBN:978-3-328-10237-3, 13,00€                                                       Femke Tombarge (Praktikantin)

 

 

 

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