Stand auf dem Stader Inselmarkt am 26. Mai 2019 von 11-17 Uhr auf der Museumsinsel

Besuchen Sie uns an unserem Bücherstand auf dem Stader Bio Bauern- und Pflanzenmarkt. Wir bieten Ihnen Bücher über das Biogärtnern, Insektenhotels, Imkern, Wildpflanzenküche, Schnitzen und andere Outdoor-Aktivitäten für Kinder, vegetarische Küche an und Apfelcider aus dem Alten Land.

Hökern und Handeln vom 13. bis 14. Juni 2019

Donnerstag, 13. Juni 9 bis 18 Uhr

Freitag, 14. Juni 9 bis 18 Uhr

 

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Rezension: Alexander Pechmann, Die Nebelkrähe

 Steidl Verlag, 18 €

 

Protagonist des Romans ist Peter Vane, der sich während des Ersten Weltkrieges freiwillig an die Front gemeldet hat und nun am King’s College Mathematik studiert. Bei der Teilnahme an Séancen lernt er Dolly Wilde kennen, die Nichte von Oscar Wilde.

Zu den zentralen Konflikten

Die Nebelkrähe“ zeigt den Konflikt zwischen der Wissenschaft und dem Spiritismus in den 1920er Jahren auf. Außerdem lässt sich eine eindeutige Auseinandersetzung Peters mit dem Ersten Weltkrieg erkennen. So erinnert er sich immer wieder an Szenen aus dem Krieg und versucht herauszufinden, was damals mit seinem Kameraden geschah, um dieses Kapitel für sich selbst abzuschließen.

Zum Inhalt

Peter muss oft an seine Zeit im Ersten Weltkrieg zurückdenken und hört in seinen Halluzinationen und Träumen immer wieder den Namen Lily. Auf Anraten seines Psychiaters versucht er seinen Ängsten durch die Teilnahme an Séancen zu stellen, denen er allerdings sehr skeptisch gegenübersteht. Dort kommuniziert er mit dem längst verstorbenen Oscar Wilde, dessen Nichte Dolly er bei den Spiritisten kennenlernt. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach Peters verschollenem Kriegskameraden Finley und versuchen zugleich der Spiritistin Hester Dowden Betrug nachzuweisen.

Zur inhaltlichen Gestaltung

Der Roman „Die Nebelkrähe“ basiert auf einer wahren Geschichte. Die Hauptcharaktere Peter und Dolly begleiten den Leser durch den ganzen Roman und ihr Verhalten wirkt sich positiv auf die Spannung aus. Die Lieder, die auf dem Klappentext des Buches empfohlen werden, spiegeln die Zeit des Krieges, aber auch die 1920er Jahre wieder. Sie lassen sich gut während des Lesens des Buches hören, ohne störend zu wirken, und tragen dazu bei sich in die Atmosphäre einfühlen zu können.

Zur sprachlichen Gestaltung

Das Buch spricht eher die erwachsene Leserschaft an, doch auch als Jugendliche, wie ich es bin, lässt sich das Buch leicht lesen. Besonders sind mit diesem Roman diejenigen angesprochen, die sich für die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg aus der Sicht der überlebenden Soldaten interessieren. Die Spannung wird durch die sprachliche Gestaltung gut gehalten, allerdings wird sie ab und zu durch größere zeitliche Abstände zwischen den Kapiteln unterbrochen. „Die Nebelkrähe“ lädt durch seine Gebundenheit an einer wahren Geschichte und auch durch sein offenes Ende dazu ein, selbst Recherchen zu den einzelnen Charakteren und Gruppen des Buches zu unternehmen. Hierdurch lässt sich ein tieferes Hintergrundwissen erlangen. Man kann sich leicht in den Schreibstil des Autors Pechmann einfinden.

Zum Fazit

 „Die Nebelkrähe“ ist ein durch und durch interessantes Buch. Auch wenn die Spannung an manchen Stellen anfängt zu bröckeln, weckt es schnell die Neugierde des Lesers. Somit gebe ich eine klare Leseempfehlung für „Die Nebelkrähe“.                                                                                                               Antonia Dorndorf, 17 Jahre