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Welttag des Buches am 23. April 2019

Am 23. April ist es wieder so weit: Deutschlandweit feiern Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken, Schulen und Lesebegeisterte am UNESCO-Welttag des Buches ein großes Lesefest.

Aus diesem Anlass können Kinder in unserer Buchhandlung ab dem 23. April an einem Quiz teilnehmen und erhalten als Geschenk das Kinderbuch von Thilo „Der geheime Kontinent“.

 

Ich schenk Dir eine Geschichte

 

 

Schaufensterlesungen am 30. April 2019

Dienstag, den 30.4.2019 von 9.30 bis 10.30 Uhr und  von 11.30 bis 12.30 Uhr

in Kooperation mit „Stade liest“

 

Anlässlich des Welttags des Buches bekommen wir um 9.30 Uhr Besuch von Schüler/innen einer 4. Klasse der Grundschule Bockhorster Weg und um 11.30 Uhr von Schülern der Klasse 5c der Integrierten Gesamtschule Stade. Die Schüler/innen werden abwechselnd im Schaufenster aus ihren Lieblingsbüchern lesen. Über Lautsprecher werden die Texte dann in der Hökerstraße vor unserer Buchhandlung zu hören sein.

 

 

 

Verkaufsoffener Sonntag am 05. Mai 2019

Anlässlich der Aktion „Mobil in den Frühling“ und des 2. Stader Craft Beer- und Gourmet-Festivals sind wir am Sonntag, dem 05. Mai 2019, von 13 bis 18 Uhr für Sie da.

Wir bieten Ihnen jede Menge Fahrradkarten aus der Region, Straßenatlanten sowie Reise- und Stellplatzführer.

 

 

 

 

 

 

Rezension: Swantje Oppermann, Saligia – Spiel der Todsünden

 

Gulliver Verlag, 16,95 €

erschienen am 13. Februar 2019

 

Ein geheimnisvolles Eliteinternat namens Canterbury, Schüler mit übernatürlichen Kräften und die sieben Todsünden – ein spannender Jugendroman.

Die 16-jährige Keira hat Probleme ihren Zorn im Zaum zu halten. Sie lernt Elliot Hammond kennen, einen „Sucher“, der sie für eine Saligia hält – Jemand, der übernatürliche Kräfte besitzt und Erbe einer der sieben Todsünden ist, deren Anfangsbuchstaben die lateinischen Bezeichnungen den Namen der Saligia bilden: 

Superbia: Hochmut, purpur, Löwe
Avaritia: Habgier, goldgelb, Wolf
Luxuria: Lust, marineblau, eine Schlange
Ira: Zorn, blutrot, Bär
Gula: Völlerei, orange, ein Fuchs mit einer Gans im Maul
Invidia: Neid, moosgrün, Hund
Acedia: Trägheit, hellgrau, Esel

Keira ist zunächst ziemlich skeptisch, stimmt dann jedoch zu, mit nach Canterbury zu kommen. Sie muss sich erst noch zurecht finden, denn in ihrer alten Schule war sie eine Außenseiterin und auch in Canterbury ist es nicht einfach, sich mit den anderen anzufreunden. Ihre Zimmergenossinnen haben Geheimnisse und sind nicht so leicht zu durchschauen. Es wird nach einem verschwundenen Mädchen gesucht, das schließlich tot aufgefunden wird. Wer ist ihr Mörder? Keira stellt Nachforschungen an und beauftragt außerdem Hammond, mehr über ihren Vater herauszufinden.

Die Handlung hat mir sehr gut gefallen. Ich fand diese Geschichte aufregend zu lesen. Das Buch ist der Auftakt einer Reihe. Swantje Oppermanns Schreibstil ist angenehm leicht zu lesen, ideal für ein Jugendbuch. Etwas verwirrt haben mich jedoch die Bezeichnungen der Saligia. Wer nennt sich jetzt wie? Außerdem lassen sich durch die lateinischen Bezeichnungen der Todsünden die einzelnen Schüler nicht immer gleich eindeutig identifizieren. Die verschiedenen Charaktere haben mir jedoch ganz gut gefallen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und würde gerne mehr über die Saligia erfahren.
Das sehr schön gestaltete Cover ist übrigens ein wirklicher Eyecatcher und mir sofort aufgefallen.

 

Maja Zietz

16 Jahre

 

Rezension: Alexander Pechmann, Die Nebelkrähe

 Steidl Verlag, 18 €

 

Protagonist des Romans ist Peter Vane, der sich während des Ersten Weltkrieges freiwillig an die Front gemeldet hat und nun am King’s College Mathematik studiert. Bei der Teilnahme an Séancen lernt er Dolly Wilde kennen, die Nichte von Oscar Wilde.

Zu den zentralen Konflikten

Die Nebelkrähe“ zeigt den Konflikt zwischen der Wissenschaft und dem Spiritismus in den 1920er Jahren auf. Außerdem lässt sich eine eindeutige Auseinandersetzung Peters mit dem Ersten Weltkrieg erkennen. So erinnert er sich immer wieder an Szenen aus dem Krieg und versucht herauszufinden, was damals mit seinem Kameraden geschah, um dieses Kapitel für sich selbst abzuschließen.

Zum Inhalt

Peter muss oft an seine Zeit im Ersten Weltkrieg zurückdenken und hört in seinen Halluzinationen und Träumen immer wieder den Namen Lily. Auf Anraten seines Psychiaters versucht er seinen Ängsten durch die Teilnahme an Séancen zu stellen, denen er allerdings sehr skeptisch gegenübersteht. Dort kommuniziert er mit dem längst verstorbenen Oscar Wilde, dessen Nichte Dolly er bei den Spiritisten kennenlernt. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach Peters verschollenem Kriegskameraden Finley und versuchen zugleich der Spiritistin Hester Dowden Betrug nachzuweisen.

Zur inhaltlichen Gestaltung

Der Roman „Die Nebelkrähe“ basiert auf einer wahren Geschichte. Die Hauptcharaktere Peter und Dolly begleiten den Leser durch den ganzen Roman und ihr Verhalten wirkt sich positiv auf die Spannung aus. Die Lieder, die auf dem Klappentext des Buches empfohlen werden, spiegeln die Zeit des Krieges, aber auch die 1920er Jahre wieder. Sie lassen sich gut während des Lesens des Buches hören, ohne störend zu wirken, und tragen dazu bei sich in die Atmosphäre einfühlen zu können.

Zur sprachlichen Gestaltung

Das Buch spricht eher die erwachsene Leserschaft an, doch auch als Jugendliche, wie ich es bin, lässt sich das Buch leicht lesen. Besonders sind mit diesem Roman diejenigen angesprochen, die sich für die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg aus der Sicht der überlebenden Soldaten interessieren. Die Spannung wird durch die sprachliche Gestaltung gut gehalten, allerdings wird sie ab und zu durch größere zeitliche Abstände zwischen den Kapiteln unterbrochen. „Die Nebelkrähe“ lädt durch seine Gebundenheit an einer wahren Geschichte und auch durch sein offenes Ende dazu ein, selbst Recherchen zu den einzelnen Charakteren und Gruppen des Buches zu unternehmen. Hierdurch lässt sich ein tieferes Hintergrundwissen erlangen. Man kann sich leicht in den Schreibstil des Autors Pechmann einfinden.

Zum Fazit

 „Die Nebelkrähe“ ist ein durch und durch interessantes Buch. Auch wenn die Spannung an manchen Stellen anfängt zu bröckeln, weckt es schnell die Neugierde des Lesers. Somit gebe ich eine klare Leseempfehlung für „Die Nebelkrähe“.                                                                                                               Antonia Dorndorf, 17 Jahre