Contor-Buchtipp

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Oyinkan Braithwaite: Meine Schwester, die Serienmörderin

Blumenbar Verlag, 240 Seiten, 20 €

ISBN 978-3-351-05074-0

Die wunderschöne Ayoola ist das verwöhnte Lieblingskind der Mutter und Korede deren große vernünftige Schwester. Sie wird selbstverständlich von Ayoola angefordert, wenn wieder einmal einer ihrer Liebhaber sein Leben lassen musste. In die Bredouille kommt Korede, als sich auch der von ihr geliebte Arzt Tade in ihre Schwester verliebt. Soll sie zur gefährlichen  Ayoola halten, ihrem eigen Fleisch und Blut oder besser Tade vor ihr beschützen? Kommt jetzt endlich sie selbst zum Zuge, nachdem sie sich jahrelang für ihre Schwester aufgeopfert hat?

Dieser ungewöhnliche Roman, der nur auf den ersten Blick ein Krimi ist, steigt tief ein in die sehr spezielle Beziehung der Schwestern und beleuchtet mit viel Witz und Biss das Verhältnis zwischen den Geschlechtern im heutigen Nigeria.

Nominiert für den Man Booker Prize 2019

(Sabine Gahde, Contor Buchhandlung)

 

 

John Ironmonger, Der Wal und das Ende der Welt

Fischer Taschenbuch, 476 Seiten, 12 €,

ISBN 978-3-596-70419-4

An einem Strand in Cornwall wird ein junger Mann angespült, die Leute aus dem Dorf nehmen ihn auf und pflegen ihn. Einige Zeit später wird ein Wal angespült, der junge Mann holt sich im Dorf Hilfe zur Rettung des Wals. Eine positive Geschichte von Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft, die ein positives Gefühl hinterlässt ohne dabei unrealistisch zu sein.

Unbedingt lesenswert, weil es so gut in die aktuelle Zeit passt. (Andrea Lehnhausen, Contor Buchhandlung)

 

Alix Ohlin, Robin und Lark

C. H. Beck, 336 Seiten, 23 €

ISBN 978-3-406-74775-5

Eine Geschichte von zwei Schwestern, wie sie unterschiedlicher kaum sein können: die ältere klug, fleißig und still, die jüngere wild, impulsiv und eine begnadete Pianistin. Doch die ungleichen Mädchen verbindet ein starkes Band, nicht zuletzt entstanden durch die Nachlässigkeit der desinteressierten Mutter. Es kommt zum Bruch, fünf Jahre sehen sich die Schwestern nicht wieder. Eine atmosphärisch dichte Erzählung von der Beziehung und dem Leben zweier Schwestern, von der unauflösbaren Verbundenheit dieser ungewöhnlichen, eigenwilligen Frauen.

„Ein fesselnder Roman, der einen so schnell nicht wieder loslässt.“ (Andrea Lehnhausen, Contor Buchhandlung)

 

Maria Engstrand, Code: Orestes – das auserwählte Kind

Mixtvision Verlag, 384 Seiten, 16 €, ab 11 Jahren

ISBN 978-3-95854-153-5

Als Malin in einer Winternacht von einem Unbekannten einen Brief zugesteckt bekommt, der die Ankunft eines „Rutenkindes“ in 100 Tagen prophezeit, ist sie zunächst versucht, dieses Erlebnis abzutun. Als aber Orestes in ihre Klasse kommt, der mit seiner esoterisch verdrehten Mutter ins Nachbarhaus zieht, ist ihr klar, dass dieser Junge das angekündigte Rutenkind ist, mit dem zusammen sie die Welt retten muss – anfangs gegen seinen Willen.

Eine spannende Geschichte, die besonders Kinder anspricht, die gerne knobeln und sich für Geheimschriften und geheimnisvolle Codes begeistern können. (Barbara Burmeister, Contor Buchhandlung)

Anne Tyler, Der Sinn des Ganzen

Kein & Aber, 224 Seiten, 22 €

ISBN 978-3-0369-5820-0

Micah Mortimer liebt Gewohnheiten, Selbstgespräche und eine ordentliche Wohnung. Jeden Tag beginnt er mit einem Morgenlauf um 7.15 Uhr, duscht, frühstückt und widmet sich anschließend geduldig den Computerproblemen seiner Kunden aus der Nachbarschaft. Nachmittags ist er im Nebenjob Hausmeister und kümmert sich um das Mietshaus, in dem er wohnt; ein paar Abende die Woche verbringt er auf der Couch seiner unkomplizierten Freundin Cass. Doch dann droht Cass die Wohnungskündigung, und sie möchte bei ihm einziehen. Und ein Teenager taucht auf, der behauptet, sein Sohn zu sein.
 

„Die auf den ersten Blick eher unspektakulär scheinende Geschichte eines Mannes, dessen geordnetes Leben plötzlich völlig durcheinander gerät. Sehr treffend und humorvoll von Anne Tyler erzählt.“ (Heike Kruijer, Contor Buchhandlung)

Thomas Meyer, Wolkenbruchs waghalsiges Stelldichein mit der Spionin

Diogenes Verlag

978-3-257-80408-9, 5 Audio CDs, 323 Minuten, 22 €

978-3-257-07080-4, 288 Seiten, 24 €

Motti Wolkenbruch wurde nach seiner Affäre mit einer Schickse (Nichtjüdin) von seiner jüdisch-orthodoxen Mutter verstoßen.  Daraufhin wird er von einer Gruppe junger Menschen angeworben, die ebenfalls von ihren jüdischen Familien verstoßen wurden. Sie wollen die Welt verbessern und von antisemitischen Vorurteilen heilen.

Gleichzeitig hat sich aus einigen ewig-gestrigen Nazis die Gruppe der „Neogermanen“ entwickelt. Auch sie wollen Einfluss nehmen und schaffen dies über die von ihnen auf den Markt gebrachten „Volksrechnerlein“, mit denen sie im „Volksnetz“ ihre Hassbotschaften wunderbar verbreiten können.

Mit unglaublichem Witz und einer gehörigen Portion Ironie bringt der Autor auf den Punkt, was uns da mit dem Internet in manchen Bereichen über den Kopf zu wachsen droht. Bei fortwährendem Gelächter bleibt dem Leser immer wieder das Lachen im Halse stecken. Besonders zu empfehlen ist die großartige vom Autor selbst eingelesene Hörbuchversion.

(Sabine Gahde, Contor Buchhandlung)

Nickolas Butler, Ein wenig Glaube

Klett Cotta, 382 Seiten, 17 €, ISBN 978-3-608-96434-9

Lyle und Peg Hovde genießen im ländlichen Wisconsin ihr Großelternglück. Gerade ist ihre alleinerziehende Adoptivtochter Shiloh mit dem fünfjährigen Isaac nach Wisconsin zurückgekehrt und die Familie zum ersten Mal seit Jahren wieder vereint. Doch es gibt einen Wermutstropfen, denn während ihrer Abwesenheit hat sich Shiloh einer radikalen Glaubensgemeinschaft angenähert. Lyle beobachtet Shilohs Entwicklung mit Skepsis, vor allem als deutlich wird, welche Rolle der Enkelsohn Isaac in der religiösen Gemeinde spielt. Doch je stärker er sein Unbehagen zum Ausdruck bringt, umso heftiger reagiert Shiloh. Lyle versucht alles, um das Vertrauen seiner Tochter wieder zurückzugewinnen, doch als das Glaubensdogma der Sekte Isaacs Sicherheit bedroht, ist Lyle gezwungen, eine folgenschwere Entscheidung zu treffen.

„Ein großartiges Buch, dass mich sehr berührt hat.“ (Andrea Lehnhausen, Contor Buchhandlung)

Kathrin Schrocke: Immer kommt mir das Leben dazwischen

Mixtvision, 192 Seiten, 14 €, ab 12 Jahren

ISBN 978-3-95854-142-9

Als Karl seinen Eltern mitteilt, dass er YouTuber werden will, fühlt er sich nicht ernst genommen – wieder einmal. Dabei hat er den Tipp von seinem verstorbenen Opa, der ihm im Traum erschienen ist. Auch als seine verwitwete Oma beschließt der Einsamkeit zu entfliehen und in ein Mehrgenerationenhaus zu ziehen, versuchen seine spießigen Eltern dies zu boykottieren – was sollen den die Leute von so einer Hippie-WG denken! Gemeinsam mit seinen Cousins genannt Master und Desaster helfen sie ihrer Oma heimlich beim Umzug, bei dem nicht alles nach Plan verläuft. Als schließlich Karls Vater ebenfalls als Mieter im Haus Fidibus auftaucht, ist klar: wir müssen reden!

(Barbara Burmeister, Contor Buchhandlung)

Markus Orths: Picknick im Dunkeln

Hanser Verlag, 240 Seiten, 22 €

ISBN 978-446-26570-7

Wie ist es möglich, dass Thomas von Aquin, der große Denker des Mittelalters und der Komiker Stan Laurel an einem unbekannten dunklen Ort aufeinander treffen? Leichtfüßig lässt der Autor die beiden so unterschiedlichen Figuren zu Wort kommen. Er präsentiert besonders prägende Augenblicke aus beider Leben und macht dabei Ausflüge in die Philosophie. Der studierte Philosoph Orths erzählt mit einem Augenzwinkern und viel Tiefgang. (Sabine Gahde, Contor Buchhandlung)

Kiran Millwood Hargrave, Vardo – Nach dem Sturm

Diana, 432 Seiten, 20 €

ISBN 978-3-453-29236-9

Die Männer einer kleinen norwegischen Insel kommen bei einem Jahrhundertsturm 1617 ums Leben, die Frauen, auf sich alleine gestellt, lernen, die Gemeinschaft am Leben zu erhalten. Jahre später wird Absalom Cornet als Kommissar entsandt, der für Ordnung sorgen soll. Er hat bisher in Schottland Hexen verbrannt und sieht in Vardo eine Insel, die von Gott verlassen wurde und die er von teuflischer Sünde befreien muss.

Ein auf Tatsachen beruhender Roman, der sich der ersten Hexenverfolgungen in Norwegen widmet. Fesselnd geschrieben, entwickelt der Roman eine gewisse Sogwirkung.

(Andrea Lehnhausen, Contor Buchhandlung)