Rezension: Tara Isabella Burton, So schöne Lügen

DuMont, 17. Mai 2019, 22 €

 

Erzählt wird die Geschichte von Louise Wilson, einer unscheinbaren jungen Frau aus New Hampshire, die vor einigen Jahren nach New York gezogen ist. Durch ihre Bekanntschaft mit Lavinia Williams, einer wunderschönen Frau der Upper East Side mit Geld im Überfluss, beginnt genau das Leben voller Glamour und Reichtum, welches sie sich mit dem Umzug in eine andere Stadt erhofft hat. Doch das soll bald ein Ende haben.

Die beiden treffen sich, als Louise von Lavinia zu Nachhilfestunden für ihre kleine Schwester bestellt wird. Dabei bleibt es jedoch nicht, da Lavinia während der Nachhilfestunden auf eine Party geht und Louise die Schwester, obwohl sie schon 17 Jahre alt ist, nicht alleine lassen möchte. Als Entschuldigung nimmt Lavinia Louise zur nächsten Party mit. Sie verstehen sich so gut, dass sie Freunde werden und zu vielen weiteren Partys gehen. Dadurch verliert Louise alle ihre Jobs, sie wird abhängig von Lavinia und fängt an deren Geld zu stehlen. Auf einer der Partys lernt sie Rex kennen, den Lavinia noch immer liebt. Louise und er verlieben sich ineinander. Als Lavinia auf einer Party davon Wind bekommt, haben die beiden Frauen einen Streit, bei dem sie handgreiflich werden. Im Verlauf stürzt Lavinia und erleidet eine tödliche Kopfverletzung.  Daraufhin tut Louise alles dafür, deren Tod zu vertuschen: Sie übernimmt Lavinias Rolle in den sozialen Medien, postet Bilder in ihrem Namen und auch vor einem zweiten Mord schreckt sie nicht zurück.

Die Geschichte spielt im New York von heute, in dem die sozialen Netzwerke eine buchstäblich übermächtige Rolle spielen. Das ganze Leben dreht sich darum, möglichst gut vor der Kamera auszusehen und das eigene Leben zu teilen.

Dadurch, dass man sich mit den Personen identifizieren kann, schafft es die Autorin einen gelungenen Spannungsbogen aufzubauen. Es gibt viele größere Zeitsprünge in die Vergangenheit. Der Leser wird unvermittelt in die Geschichte geworfen und erfährt nach und nach, das Lavinia nicht überleben wird.

 Man lernt, welche Macht die sozialen Netzwerke heutzutage über uns haben, wie wichtig der soziale Status dabei ist und wie abhängig manche Menschen von der Meinung anderer Leute sind.

Melissa, 16 Jahre

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